Fehlerbehebung
Die Bluetooth Special Interest Group (SIG) ist ein Unternehmensverband, der Produkte weder herstellt noch vertreibt. Die Bluetooth SIG hat Tausende Mitgliedsunternehmen, von denen die Technologie in Produkten von USB-Adaptern über Autos bis hin zu medizinischen Geräten eingesetzt wird. Es ist uns daher nicht möglich, technischen Support anzubieten. Nachfolgend finden Sie allgemeine Hinweise zur Fehlerbehebung, die Ihnen bei der Einordnung des aufgetretenen Problems helfen sollen. Produktspezifische Unterstützung erhalten Sie beim Hersteller des Produkts.
Leitfaden zur Fehlerbehebung
Beachten Sie bitte, dass es sich bei der Bluetooth-Technologie um einen Funkstandard und eine Spezifikation handelt, die Hersteller in ihre Produkte integrieren. Die Herstellung des Bluetooth-fähigen Produkts erfolgt gemäß einem Branchenstandard; die Form der Integration der Technologie in das Produkt ist dem Hersteller selbst überlassen. Wenn Sie also technischen Support für ein Bluetooth-fähiges Produkt benötigen, wenden Sie sich an den Hersteller des betreffenden Produkts.
Beim Verbinden mehrerer Bluetooth-Geräte sind einige Punkte zu beachten. An erster Stelle steht natürlich, dass alle Geräte mit Bluetooth-Funktionen ausgestattet sein müssen. Falls Sie nicht sicher sind, ob Ihre Geräte Bluetooth-Technologie enthalten, müssen Sie sich an die Gerätehersteller wenden oder die technischen Spezifikationen des Produkts überprüfen.
- Vergewissern Sie sich, dass beide Geräte dasselbe Bluetooth -Profil aufweisen.1
- Vergewissern Sie sich, dass die Bluetooth-Funktion bei den Geräten aktiviert ist.2
- Nehmen Sie das Pairing der Geräte vor. (Hierbei gibt es Ausnahmen, z. B. beim Übertragen von Visitenkarten.)3
- Starten Sie eine Kommunikationssitzung.4
Sie haben alles richtig gemacht – und doch ist die Kommunikation nicht möglich? Im Folgenden finden Sie einige allgemeine Tipps, wie Sie potenzielle Probleme hinsichtlich der Bluetooth-Konnektivität beheben und wie Sie Bluetooth-Verbindungen schnell und einfach aufbauen.
Übereinstimmung der Profile prüfen
Die Geräte können nur dann zusammenarbeiten, wenn alle Geräte dasselbe Profil aufweisen. Einige allgemeine Beispiele:
- Sie möchten ein Headset an ein Mobiltelefon anschließen. Das Freisprech-Profil HFP (Hands-Free Profile) muss in beiden Geräten vorhanden sein
- Sie möchten einen Druckauftrag von einem Mobiltelefon an einen Drucker senden. Beide Geräte benötigen in der Regel das einfache Druckprofil BPP (Basic Printing Profile).
- Sie möchten mit einem PDA, der mit einem Mobiltelefon verbunden ist, eine DFÜ-Verbindung zum Internet aufbauen. Beide Geräte brauchen das DFÜ-Profil.
Beachten Sie dieses Konzept beim Kauf von Geräten, damit die Produkte wie gewünscht zusammenarbeiten. In der Regel finden Sie die Angaben zu den unterstützten Profilen im Benutzerhandbuch.
Ein Beispiel, bei dem keine Verbindung aufgebaut werden kann:
- Eine Maus, die in der Regel das HID-Profil (Human Interface Device) unterstützt, und eine Kamera können nicht miteinander kommunizieren, weil das HID-Profil derzeit nicht von Kameras unterstützt wird.
Die Bluetooth-Funktion muss aktiviert seinDamit Geräte über Bluetooth kommunizieren können, muss die Bluetooth-Funktion eingeschaltet oder aktiviert werden. Die Bluetooth-Technologie sorgt von vornherein für einen äußerst niedrigen Energieverbrauch. Es ist jedoch möglich, diese Funktionen ganz zu deaktivieren, um noch mehr Energie zu sparen oder um den Funk in bestimmten Situationen abzuschalten (z. B. im Flugzeug). Bei den meisten Geräten wird die Bluetooth-Funktion (Funkübertragung) durch die Software aktiviert. Dies erfolgt in der Regel über einen Menübefehl des Typs „Bluetooth aktivieren“.
Pairing
Eine Datenübertragung ist erst dann möglich, wenn das Pairing zwischen zwei Bluetooth-Geräten vorgenommen wurde. Pairing bezeichnet den Austausch geschützter Schlüssel durch zwei Geräte. Nach erfolgtem Pairing werden alle Daten verschlüsselt über die Bluetooth-Verbindung gesendet. Diese Daten können dann nur zu den Geräten gelangen, die während des Pairings benannt wurden. Unter bestimmten Umständen ist es nicht erforderlich, den Pairing-Vorgang durchzuführen. Beim Austauschen von Visitenkarten zwischen zwei Mobiltelefonen wäre das Pairing mit Passwort beispielsweise zu umständlich. Sie können in diesen Fällen meist eine niedrigere Sicherheitsstufe einstellen.
Pairing-Verfahren
In der Regel stehen zwei Pairing-Verfahren zur Auswahl. Wenn Sie beispielsweise das Pairing für ein Headset und ein Mobiltelefon vornehmen, müssen Sie eines der Geräte in den Pairing-Modus schalten und den Pairing-Vorgang dann vom anderen Gerät aus starten.
- Das Headset wird in den Pairing-Modus geschaltet, in der Regel durch bestimmte Tastenfolgen.
- Beim Mobiltelefon wird das Pairing über das entsprechende Menü aktiviert.
Verbindung aufbauen
Bei zahlreichen Geräten, insbesondere bei Geräten mit integrierten Bluetooth-Funktionen, sind keine weiteren Schritte zum Aufbau einer Verbindung notwendig, wenn das Pairing der Geräte abgeschlossen ist. Ein Mobiltelefon stellt z. B. automatisch eine Verbindung zum Headset her, wenn ein Anruf getätigt wird. Wenn das Pairing oder die Verbindung zwischen zwei Geräten erneut hergestellt werden muss, sollte das Pairing in einer privaten, sicheren Umgebung erfolgen.
Host/Netzknoten und Multipoint
In kleinen privaten Netzwerken (Piconetz) mit zwei bis sieben Geräten fungiert ein Gerät stets als Host und die anderen Geräte arbeiten als Netzknoten. Unabhängig von ihren Funktionen können alle Geräte sowohl als Host als auch als Netzknoten eingesetzt werden. Wenn das private Netzwerk mehrere Geräte umfasst (mehr als nur einen Host mit einem Netzknoten), wird dies als „Multipoint“ bezeichnet. Ein Computer kann beispielsweise gleichzeitig Daten mit einem PDA, einer Kamera und einem Mobiltelefon austauschen. Einige Geräte, z. B. kabellose Headsets, können jedoch nicht mehrere Verbindungen gleichzeitig unterstützen.
Pairing von Geräten nicht möglich
In der Regel läuft das Pairing aller Geräte problemlos ab. Das anfängliche Pairing (siehe oben) muss dazu jedoch fehlerfrei gestartet und ausgeführt werden.
Wenn Probleme auftreten, fallen sie meist in eine der folgenden Kategorien:
Ein Gerät wird nicht gefunden
Die Bluetooth-Funktion ist deaktiviert oder das andere Gerät ist nicht „sichtbar“. Sorgen Sie dafür, dass das gesuchte Gerät beim Pairing-Vorgang sichtbar (erkennbar) ist, indem Sie die entsprechende Menüoption aktivieren oder (bei Geräten mit eingeschränkter Benutzeroberfläche) die entsprechende Tastenfolge drücken. Nach dem Pairing können Sie das Gerät wieder auf „nicht sichtbar“ einstellen, um die Sicherheit zu erhöhen.
Eine Meldung über ein fehlgeschlagenes Pairing wird angezeigt.
Der Pairing-Versuch zwischen zwei Geräten ist fehlgeschlagen. Dieser Fall tritt in der Regel dann ein, wenn Sie beim Pairing ein falsches Passwort oder eine falsche PIN eingegeben haben. Wenn Sie sicher sind, dass das Passwort korrekt ist, schalten Sie beide Geräte aus und wieder ein.
Pairing erfolgreich; Kommunikation dennoch nicht möglich
Lässt sich keine Verbindung zwischen zwei Geräten herstellen, liegt dies normalerweise daran, dass die betreffenden Geräte nicht dasselbe Profil unterstützen. Die Unterstützung durch beide Geräte ist jedoch zwingend vorgeschrieben. Schlagen Sie im Benutzerhandbuch nach, welche Profile unterstützt werden. Bei zahlreichen Geräten, z. B. bei Computern, sind die unterstützten Profile (oder Dienste) in der Bluetooth-Anwendung aufgeführt.
Probleme entstehen häufig auch dadurch, dass die richtigen Befehle oder Menüs für den Aufbau einer Verbindung nicht immer leicht zu finden sind. Dies ist schwieriger zu klären, da es von der Herstellerimplementierung und der Benutzeroberfläche des Geräts abhängt. Als Empfehlung kann daher nur gelten: Schlagen Sie in der Bedienungsanleitung nach und/oder wenden Sie sich an den Kundendienst des Geräteherstellers.
Technischer Support
1. Wenden Sie sich an den Hersteller des Produkts.
Sie haben die oben stehenden Hinweise zur Fehlerbehebung gelesen, doch Ihr Gerät funktioniert immer noch nicht richtig? Ihr Bluetooth-fähiges Produkt wurde von einem lizenzierten Mitglied der Bluetooth SIG hergestellt. Der Hersteller hat die Bluetooth-Funktionen in Ihrem Produkt entworfen und integriert und bietet zudem vollständigen technischen Support für alle Funktionen Ihres Produkts an. Nutzen Sie daher zunächst den technischen Support, den der Hersteller Ihres Produkts (online oder per Telefon) anbietet.
Hier finden Sie eine Liste der Mitglieder der Bluetooth SIG.
2. Wenden Sie sich an uns, um Probleme zu melden.
Wir können zwar keine technische Unterstützung für bestimmte Geräte bieten, aber wir sammeln Informationen zu Problemen, die bei Benutzern auftreten. Mit diesen Informationen können wir Tendenzen bei Produktproblemen erkennen. Wenn wir gehäuft Probleme bei einem bestimmten Gerät registrieren, melden wir dies dem Hersteller. Selbst wenn Sie keine direkte Antwort auf Ihre Meldung erhalten, tragen Sie damit zum Erkennen und Beheben von Problemen bei. Um ein Problem bei einem bestimmten Produkt zu melden, füllen Sie dieses Formular vollständig aus.
1. Ein Profil bietet eine ausführliche Beschreibung der Implementierung einer bestimmten Funktion durch den Hersteller. Einige Profile sind durch die Spezifikation vorgegeben, andere können optional implementiert werden. Ein Beispiel für ein optionales Bluetooth-Profil ist das Freisprech-Profil. Damit ein Mobiltelefon mit einem kabellosen Headset verbunden werden kann, müssen beide Geräte dasselbe Profil unterstützen, das für die jeweilige Funktion nötig ist, in diesem Fall also das Freisprechprofil. Die Bluetooth Wireless-Technologie wird auf vielen unterschiedlichen Gebieten eingesetzt. Aus diesem Grund ist eine Beschreibung der verschiedenen Geräte und der zugehörigen Anwendungen notwendig. Wenn nur eines der Geräte das notwendige Profil besitzt, ist eine Kommunikation nicht möglich. In der Regel sind die verfügbaren Profile im Benutzerhandbuch aufgeführt. Weitere Informationen zu den unterstützten Profilen finden Sie im Glossar.
2. Bei zahlreichen Geräten kann die Bluetooth Wireless-Technologie deaktiviert werden, um so Energie zu sparen. Dies ist nicht bei allen Geräten möglich. Die Bluetooth Wireless-Technologie verbraucht jedoch nur äußerst wenig Energie.
3. Pairing (auch „Bonding“) beschreibt die erste Erkennung der Geräte, die miteinander kommunizieren sollen, oder die Erkennung der zusammengehörigen Geräte. Ohne anfängliches Pairing können die Geräte in der Regel keine Kommunikationssitzung aufbauen.
4. Wenn keine regelmäßige Datenübertragung erfolgt, befindet sich das Bluetooth-Gerät im Gegensatz zu den meisten anderen Funktechnologien in der Regel im Energiesparmodus. Aus diesem Grund muss jede Anwendung, die Bluetooth nutzen soll, diese Verbindung erst aktivieren. Dieser Vorgang läuft im Hintergrund automatisch ab; Eingriffe des Benutzers sind nicht erforderlich. Dies gilt insbesondere für Geräte mit integrierter Bluetooth-Technologie.
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